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Kunst und Markt – Kultur
und Marketing – stehen sie
nicht zueinander wie Tag und Nacht?
Wie sollen diese Bereiche zusammenpassen.
Hier die Kunst die nicht gefallen
soll oder muss sondern innovativ
ist und dort die harte Sprache des
ökonomischen Marktes.
Hatten nicht bereits die deutschen
Philosophen Max Horkheimer und Theodor
Adorno geschrieben: „Schon
heute werden von der Kulturindustrie
die Kunstwerke, wie politische Losungen,
entsprechend aufgemacht, zu reduzierten
Preisen einem widerstrebenden Publikum
eingeflösst, ihr Genuss wird
dem Volke zugänglich wie Parks“.
Es sind zentrale Befürchtungen
und Ängste, die viele Kulturschaffende
von einem gezielten Kulturmarketing
zurückschrecken lassen. Die
nachvollziehbare Hauptsorge ist
dabei, dass das kulturelle Programm
der Nachfrage angepasst werden soll.
Es ist jedoch festzuhalten, dass
nicht nur wegen des ART5/3 GG der
die Freiheit der Kunst schützt,
sondern gerade weil der öffentliche
Kulturbetrieb mit seinen Fördermitteln
das Nicht-Angepasste in Kunst und
Kultur unterstützt, bleibt
der Weg der Produktanpassung im
öffentlichen Kulturbetrieb
versperrt und somit sind die Befürchtungen
grundlos.
Gerade weil das künstlerische
und kulturelle Produkt nicht dem
Markt angepasst werden darf, müssen
umso mehr alle anderen Marketinginstrumente
(Preis- Kommunikations- Distributions-
und Servicepolitik) entwickelt und
zum Einsatz gebracht werden. Und
hier kommt Art Act ins Spiel. |